Dr. Ines Rehbein  
Homepage: http://www.cl.uni-heidelberg.de/~rehbein  
  Computerlinguistin  
 
Kurzvita
 
  • seit 05/2016 Gruppenleiterin im Leibniz ScienceCampus (IDS Mannheim/Universität Heidelberg)
  • 05/2015-04/2016 wissenschaftliche Mitarbeiterin im SFB 1102 "Information Density and Linguistic Encoding" an der Universität des Saarlandes
  • 08/2011-04/2015 wissenschaftliche Mitarbeiterin im SFB 632 "Informationsstruktur" an der Universität Potsdam
  • 08/2008-12/2010 wissenschaftliche Mitarbeiterin im SALSA-Projekt an der Universität des Saarlandes
  • 2005-2008 Promotion an der School for Computing, Dublin City University, Irland
  • 1999-2005 Studium der Germanistischen Linguistik, Informatik und Psychologie an der Humboldt-Universität zu Berlin
Arbeitsgebiete

Forschungsschwerpunkte:

  • linguistische Annotation (manuelle und automatische Annotation, Fehlersuche in automatischer Annotation, Lernen mit Noise, Lernbarkeit von Annotationsschemata, Annotation von nicht-standardsprachlichen Daten)
  • Active Learning
  • syntaktisches Parsen
  • lexikalische Semantik/Framesemantik
  • Korpuslinguistik
  • Diskursanalyse
  • Stilometrie, Authorship attribution
Bisherige Aktivität in der GSCL
  • GSCL-Mitglied
Vorstellungen für die Arbeit in der GSCL

Neben der Unterstützung der Arbeit des Vorstands bei seinen Aktivitäten möchte ich gerne die Diskussion ethischer Gesichtspunkte bei der Verarbeitung natürlicher Sprache stärker in die GSCL einbringen. Neue Technologien sind im Alltag allgegenwärtig und aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken, doch es ist wichtig, auch die ethischen Implikationen zu bedenken, die von uns entwickelte Methoden und Anwendungen auf die Gesellschaft haben (Stichwort Überwachung, Manipulation der öffentlichen Meinung durch fake news, Bias von Systemen des Maschinellen Lernens, ...). Diese Diskussion wird bereits auf internationaler Ebene geführt, so zum Beispiel im Workshop "Ethics in NLP" auf der EACL 2017. Ich sehe es als Aufgabe der GSCL, sich dieser Debatte zu stellen und würde mich gerne dafür einsetzen, dass die Diskussion ethischer Gesichtspunkte in NLP ihren Raum findet und vor allem auch in Studium und Lehre stärker berücksichtigt wird.

Des Weiteren würde ich gerne Bemühungen in der GSCL unterstützen, die eine extrinsische Evaluation von NLP-Systemen fördern. Eine solche Evaluation ist nicht trivial und birgt einige Probleme, kann aber auch helfen, zu einer realistischeren Einschätzungen der Performanz unserer Tools zu gelangen, die über einen reinen Vergleich von F-Scores etc. hinausgeht und uns hilft, unsere Systeme zu verbessern. Eine Plattform, die verschiedene Anwendungen fürs Deutsche frei zugänglich macht und Entwickler/innen erlaubt, den Einfluss der von ihnen entwickelten Vorverarbeitungssysteme wie z.B. Tagger und Parser auf spezifische NLP-Anwendungen zu testen, wäre ein wünschenswertes Ziel für die deutsche Computerlinguistik, für das ich mich gerne einsetzen würde.