GSCL-Preis für die beste studentische Abschlussarbeit

Alle zwei Jahre vergibt die GSCL einen mit 750 Euro dotierten Preis für die beste studentische Abschlussarbeit (Bachelor, Master, Diplom, Magister) auf dem Gebiet der Sprachtechnologie und Computerlinguistik. Die Nominierung erfolgt durch eine/n Betreuer/in bzw. Gutachter/in. Aufgerufen sind daher die Dozentinnen und Dozenten an Universitäten und Fachhochschulen aus dem deutschsprachigen Raum, ihre besten Absolventinnen und Absolventen der vergangenen zwei Jahre zur Einreichung einer Zusammenfassung ihrer Abschlussarbeit zu ermuntern. Auf Grundlage eines anonymisierten Begutachtungsprozesses ("double-blind reviewing") wählen die Mitglieder des GSCL-Vorstands die besten Arbeiten aus, welche dann von den Autor/innen bei der GSCL-Tagung im Rahmen der Endausscheidung präsentiert werden. Die Reisekosten zur Tagung trägt die GSCL.

Deko
Die Kandidaten in der Endausscheidung zum GSCL-Preis
2015 im Rahmen der Tagung in Essen mit dem
1. GSCL-Vorsitzenden Prof. Dr. Manfred Stede (rechts)

Die aktuelle Auswahlrunde erfolgt im Sommer 2017 mit der Endausscheidung bei der GSCL-Tagung in Berlin (13.09.-15.09.2017). Es können Arbeiten eingereicht werden, deren Abgabedatum im Zeitraum April 2015 bis März 2017 liegt. Die Nominierungen müssen bis zum 15.5.2017 per E-Mail an gscl-preis@gscl.org erfolgen.

Für die Nominierung sind die folgenden Unterlagen im PDF-Format abzugeben:

  • Zusammenfassung der Arbeit (deutsch oder englisch) im Umfang von maximal sechs Seiten (einspaltig, eineinhalbzeilig, 11pt) zzgl. Referenzen und Abbildungen. Die Autorenschaft darf aus der Zusammenfassung nicht hervorgehen, auch Zitate sind ggf. zu anonymisieren.
  • Beiblatt: Name und E-Mailadresse von Autor/in und Betreuer/in, Hochschule, erzielter Abschlussgrad. Die Benotung soll nicht angegeben werden.
  • Kurze Stellungnahme/Empfehlungsschreiben durch Betreuer/in oder Gutachter/in.

Deko

Folgende Kriterien liegen der Bewertung der Einreichungen für den GSCL-Preis zugrunde:

  • Bezug zur Computerlinguistik / interdisziplinäre Relevanz
  • Originalität sowie Klarheit der Frage- bzw. Aufgabenstellung
  • Schlüssigkeit und Struktur der Gliederung
  • Angemessene Verwendung wissenschaftlicher Terminologie
  • Umfang und Angemessenheit der verwendeten Literatur
  • Bezugnahme auf Literatur, Belegen von Argumenten, korrekte Wiedergabe von Fakten
  • Differenziertheit der Darstellung der Inhalte sowie der Argumentation
  • Qualität der wissenschaftlichen Argumentation
  • Gegebenenfalls: Angemessenheit des Untersuchungsdesigns / Qualität und Interpretation der empirischen Daten
  • Wissenschaftlicher Erkenntnisgewinn / praktische Relevanz
  • Kritische Reflexion der Ergebnisse
  • Verständlichkeit / Klarheit der Sprache

Bei der Endausscheidung tritt dann die Qualität der mündlichen Präsentation hinzu. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Preisträger seit 2001:

2015: Edo Collins (Tübingen, Master): Classifying German Noun-Noun Compounds Using Stacked Denoising Autoencoders; Glorianna Jagfeld (Stuttgart, Bachelor): Towards a Better Semantic Role Labeling of Complex Predicates
2013: Marcel Bollmann (Bochum): Automatic Normalization for Linguistic Annotation of Historical Language Data
2011: Christian M. Meyer (Darmstadt): Combining Answers from Heterogeneous Web Documents for Question Answering
2009: Christian Hardmeier (Basel): Using Linguistic Annotations in Statistical Machine Translation of Film Subtitles; Pierre Lison (Saarbrücken): Robust Processing of Situated Spoken Dialogue
2007: Jette Klein-Berning (Heidelberg): Multilinguales Information-Retrieval mit Latent Semantic Indexing
2005: Hans-Friedrich Witschel (Leipzig): Text, Wörter, Morpheme: Möglichkeiten einer automatischen Terminologie-Extraktion
2003: David Reitter (Potsdam): Rhetorical Analysis with Rich-Feature Support Vector Models
2001: Georg Rehm (Osnabrück): Vorüberlegungen zur automatischen Zusammenfassung deutschsprachiger Texte mittels einer SGML- und DSSSL-basierten Repräsentation von RST-Relationen